UA-176845053-2 Gendersprache: Respekt in der Sprache & Alternativen zur Gendersprache

August 26

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Gendersprache

Seit Monaten tobt ein ideologischer und gesellschaftlicher Streit um die sogenannte Gendersprache. Diese in ihrer aktuellen Form demokratisch nicht legitimierte Form der Sprachmanipulation empört zu Recht die Gemüter. In einer lockeren Folge von Beiträgen zeige ich hier die Widersprüche und Probleme dieser postmodernen, elitären Kunstsprache auf. Auch wird es um Lösungen zur Erhaltung der wertvollen Bestandteile und Weiterentwicklung der nötigen Anteile der deutschen Sprache gehen. Heute das Thema Respekt in der Sprache und Alternativen zur Gendersprache.

Respekt vor Frauen und sexuellen Minderheiten geht anders

Der Respekt vor Frauen zeigt sich nicht in der Art des Schreibens und Sprechens und schon gar nicht in der Verwendung von Knacklauten und allerlei Sonderzeichen mitten in Substativen, sondern im Verhalten im Alltag. Das Gleiche gilt für den Respekt für Menschen, die zu sexuellen Minderheiten gehören. Eine respektvolle und gleichberechtigte Kultur braucht keine Manipulation oder gar Zerstörung der eigenen Sprache, um die verfassungsrechtlich garantierten Ziele der Gleichberechtigung und Nicht-Diskriminierung zu erreichen. Dies ist insbesondere nicht nötig, wenn die vorhandene Sprache alle Möglichkeiten der Inklusion („unmarkiertes Genus“) einerseits und der spezifischen – wenn gewünscht oder nötig – Artikulation besonderer Personenmerkmale, wie z.B. sexuelle Identität, aber auch ganz anderer Aspekte, bietet. 

Männer und Frauen begegnen sich respektvoll aufgrund von Verhaltensnormen

Obendrein herrscht in weiten Teilen unserer Bevölkerung ein respektvoller Umgang miteinander, was viele Frauen bestätigen. Der respektvolle Umgang zwischen Männern und Frauen bzw. der Mehrheitsgesellschaft und Vertretern von Minderheiten wird durch Verhaltensnormen und Handlungskompetenzen erworben und nicht durch sprachliche Manipulationen oder sprachnormative Vorgaben. Und da Respekt keine Einbahnstraße sein kann, sind auch die wachsenden Probleme im Umgang mit Männern zu erwähnen, die sich derzeit in dem Feindbild gerade vieler genderistisch engagierter Personen in dem Zerrbild „alter, weißer Mann kulminieren. Die Qualität einer respektvollen Gesellschaft muss sich am realen Umgang mit allen Menschen und nicht an eifernden Sprachvorgaben messen lassen.

Sprache und Denken: Viel komplexer als es die Gendertheorien suggerieren

Auch die oft bemühte Aussage, dass die Sprache das Denken und dann das Handeln entscheidend bestimmt, greift zu kurz. Die Zusammenhänge zwischen Sprache, Denken und Verhalten sind viel zu komplex, als dass sie sich mit der Veränderung einzelner Wörter, Schreibweisen und Ausspracheregeln beeinflussen ließen. Die dahinter steckende Grundannahme, dass Veränderung der Sprache durch „Sichtbarmachung“ des Geschlechts bzw. der sexuellen Identitäten das Denken und Alltagshandeln verändert, muss letztlich als unbewiesen gelten. Alleine schon die Annahme eines solchen Zusammenhangs ist aufgrund der Komplexität der Zusammenhänge wenig plausibel.

Wieso würden etwa heutzutage in der Gesamtzahl mehr junge Frauen studieren als Männer, wenn die in ihrer Jugend noch gängige Wortwahl „Studenten“ sie wegen Unsichtbarkeit von Frauen abgeschreckt hätte? Es ist offensichtlich, dass die Argumente hinsichtlich der kausalen Beeinflussung des Denkens und Handelns durch Sprache viel zu kurz greifen und daher zurückzuweisen sind. Das Argument, dass Frauen bei Verwendung des unmarkierten Genus (generisches Maskulinum) nicht sichtbar seien, ist weder sprachgeschichtlich noch empirisch haltbar und muss als ideologisch motivierter Mythos zurückgewiesen werden. 

Leitsatz: In der deutschen Sprache werden weder Frauen noch Männer unsichtbar gemacht. Jeder muss und kann sich aus dem sprachlichen Kontext heraus identifizieren.

Der feministischen Linguistik fehlt die empirische Basis: Auf Sand gebaut!

Die feministischen Linguistinnen müssten außerdem plausibel erklären können, warum in Gesellschaften, in denen geschlechtsneutral gesprochen wird, wie z.B. in der Türkei, nicht schon seit Jahrhunderten Gleichberechtigung herrscht. Wenn Sprache nämlich die Realität zwangsläufig verändern würde, müsste ein solcher Prozess wenigstens über Jahrhunderte hinweg erkennbar sein. Zu den vielfach wiederholten Behauptungen von Seiten der feministischen Linguistik, dass veränderte Sprache („Gendersprache“) zu mehr Gleichstellung führen würde, kann man nur sagen: „Show me the data!“. Her mit den empirischen Belegen für alle diese immer wieder behaupteten Zusammenhänge! Oder stellen sie letzten Endes doch nur Märchen dar, mit denen die Massen manipuliert werden sollen? 

Fazit: Sprachverschwurbelung und Verwirrung der Bevölkerung durch Gendersprache dient nicht der Geschlechtergerechtigkeit

Den stichhaltigen Beweis, dass ohne die Sprachzerstörung durch Gendersprache Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frauen nicht gelingt, gibt es nicht. Es wird ihn auch nie geben, weil die Zusammenhänge viel komplexer sind, als uns dies feministische Linguisten weiß machen wollen. Es wird durch Gendersprache kein Mehr an Geschlechtergerechtigkeit erreicht. Die „Tiefenagenda“ der Gendersprache hat ein anderes Programm. Am Ende besteht sogar die Gefahr, dass durch scheinbar harmlose Veränderungen an der Sprache, die dann mit niedlichen Begriffen wie „Gendersternchen“ bezeichnet werden, die Einheitlichkeit der deutschen Sprache verloren geht. Dies könnte in der Folge zu tiefen gesellschaftlichen Spaltungen und Destabilisierungen im sozialen Bereich führen. 

Niemand, der Gendersprache benutzt, ist dadurch gerechter und moralisch besser! Der hintergründige Anspruch aufgrund des Zeitgeistes ist hypermoralisch (vgl. „Die übererregte Gesellschaft – die digitale Welt als Biotop des Hyperismus“). Genauso ist andererseits die Benutzung des generischen Maskulinums nicht ungerecht oder diskriminierend. Dies ist das politisch wie linguistisch abwegige Narrativ der Genderbewegung, die auch in sich nicht die Gerechtigkeit auf dieser Welt verkörpert.

Die Sprachzerstörung durch die Gendersprache dient implizit ganz anderen Motiven und die gilt es offen zu machen. Es geht um Machtansprüche, Kontrolleskalation, Misandrie, Dominanz, Rache, Wiedergutmachungsphantasien, Narzissmus, Selbstwertproblem und ähnliche im Kern psychologische Motive. Diese Absichten ergeben sich auch durch die Analyse der Schriften der feministischen Linguistik schon aus ihrer Frühzeit zwischen 1975 und 1995.

Das besonders Interessante an der Entwicklung der Gendersprache sind die hintergründigen psychologischen Motive für das meist rigide Beharren auf Gendersprache hinter äußerer konzilianter Fassade. Bei vielen Protagonisten der Gendersprache gilt die Regel: Vordergründig großzügig, in der Sache kompromisslos und knallhart! Solcherlei Strategien sind in der Duden-Redaktion und auch in den Chef(innen)-Etagen deutscher Großstädte (z.B. Bonn, Köln, Hannover, Lübeck) ablesbar, die derzeit immer esoterische Leitfäden zur sogenannten gendergerechten Sprache herausgeben, die im Kern nichts anderes sind als Anleitungen zur Sprachzerstörung.  


Tags

deutsche Sprache, Feminismus, Gender, Gendersprache, Geschlechtergerechtigkeit, Hyperismus, Linguistik, Respekt, Sprache, Verhaltensnormen


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