Passt Duldsamkeit noch in unsere Zeit? Die modernen Menschen halten sich für selbstbestimmt, autonom und frei. Vieles davon ist jedoch mehr Selbstindoktrination als Realität. Wo Menschen übermäßig selbstsicher oder kompromisslos auftreten, müssen andere zurückstecken. Wer sieht diese noch? Oder die übertrieben Selbstsicheren vereinsamen, weil sie die Menschen in ihrem Umfeld verprellen. Beides geschieht heutzutage massenhaft. Es gab noch nie so viele Menschen, die über Einsamkeit, Depression und Verzweiflung klagen. Sie tun dies aber allzu oft, ohne den eigenen Anteil an diesen Zuständen zu erkennen. Ich-Blindheit ist das zugehörige relevante Phänomen. Anderen wird routinemäßig die Schuld und Verantwortung für die eigene Malaise zugeschrieben. Dabei sind die Eigenanteile daran viel größer, als es die Betroffenen wahrhaben wollen.
Das Wesen der Duldsamkeit
Duldsamkeit ist ein vielschichtiger Begriff, der im Alltag oft unscharf verwendet wird. Für ein klares Verständnis lohnt es sich, ihn präzise zu bestimmen und von verwandten Begriffen abzugrenzen. Duldsamkeit bedeutet die Fähigkeit und Bereitschaft, etwas auszuhalten, zu ertragen oder bestehen zu lassen, was man selbst nicht teilt, nicht gutheißt oder als falsch und belastend erlebt. Im Kern geht es also nicht um Zustimmung, sondern um bewusstes Aushalten von Differenz oder Belastung. Duldsamkeit ist die meist bewusste Fähigkeit, Spannungen, Unterschiede und Belastungen auszuhalten, ohne die eigene innere Haltung aufzugeben oder vorschnell dagegen zu reagieren. Je nach Dosis, Dauer und Kontext kann Duldsamkeit entweder eine Kompetenz oder eine Inkompetenz darstellen.
In vielerlei Hinsicht stellt Duldsamkeit den Gegenpol zu Unbeherrschtheit, Impulsivität und damit oft auch spontaner Gewalt dar. Es geht um den klugen, dosierten Einsatz von Duldsamkeit einerseits und Konsequenz andererseits. Nicht Angst und Furcht sollten die Duldsamkeit steuern, sondern Klugheit und weise Entscheidungen. Wer geschickt zwischen den Polen Duldsamkeit und Widerstand navigiert, kann Respekt und Selbstwert bewahren und steigern. Der Umgang mit Duldsamkeit, auch und gerade in Partner- und Familienbeziehungen, ist nichts Statisches, sondern eine Aufgabe von Flexibilität und Klugheit.
Für den englischen Philosophen John Locke verlangt Duldsamkeit nicht nur, andere gewähren zu lassen, sondern auch, innere Ablehnung gegenüber den Meinungen und dem Verhalten anderer auszuhalten, ohne sie unmittelbar in Handlung zu übersetzen. Duldsamkeit erfordert also ein hohes Maß an Selbstkontrolle. Bei John Stuart Mill, dem Freiheitsphilosophen des 19. Jahrhunderts, findet sich mit dem Schadensprinzip eine wichtige Grenze der Duldsamkeit. Sie endet dort, wo das eigene Handeln Schaden bei anderen verursacht. Diese Grenzziehung ist bis heute zentral in der Diskussion um Duldsamkeit.
Duldsamkeit und Freiheit
Für Duldsamkeit bedeutet dies, dass sie einerseits notwendig für Freiheit ist, andererseits aber begrenzt werden muss, um Freiheit zu schützen. Duldsamkeit ist daher keine grenzenlose Haltung, sondern eine reflektierte Praxis mit normativen Grenzen. Die eigenen Grenzen zu schützen, ist eine Aufgabe der Selbstfürsorge. Die Unterschiede und – im Einzelfall auch – Zumutungen anderer zu tolerieren, bedeutet aber im Kern auch einen Akt der Großherzigkeit, wenn diese Haltung nicht durch Angst und eigene Schwäche gesteuert ist. Derjenige, der einem Anderen Zumutungen zufügt, sollte selbst in der Lage zur Duldsamkeit sein, damit die Beziehung nicht zur einseitigen Ausbeuterbeziehung wird.
Existenzphilosophische Ansätze (z. B. bei Søren Kierkegaard oder Jean-Paul Sartre) betonen die Zumutung von Freiheit und Unsicherheit. Duldsamkeit kann hier verstanden werden als die Fähigkeit, Ambivalenz und Widersprüche auszuhalten, die innere Akzeptanz von Nicht-Eindeutigkeit und dem Verzicht auf vorschnelle Gewissheiten bis hin zum dauerhaften Leben mit Ungewissheiten. Damit wird Duldsamkeit zu einer Form von existentieller Reife, hoher Ambiguitätstoleranz und Ausdruck von Großherzigkeit.
Psychologisch lässt sich Duldsamkeit als Fähigkeit beschreiben, belastende innere Zustände zu regulieren, ohne sie sofort beseitigen zu müssen. Zentrale Prozesse hierfür sind Ambiguitäts- und Frustrationstoleranz, Impulskontrolle, Reaktionsaufschub und kognitive Neubewertung von Situationen und Verhalten. Duldsamkeit bedeutet in diesem Sinne, Reize und Spannungen wahrzunehmen, ohne reflexhaft und automatisch handeln zu müssen.
Hintergrund und Bedeutung des Duldens
Das Wort „dulden“ stammt vom althochdeutschen dulten und bedeutet „ertragen“, „aushalten“ und „gewähren lassen“. Duldsamkeit trägt somit zwei Bedeutungen in sich: Das innere Ertragen (psychisch) und das äußere Gewährenlassen (sozial). Diese Doppelstruktur ist bis heute zentral für die Bedeutung des Konzepts und für das Gelingen von D im Alltag.
Im Unterschied zu Toleranz bedeutet Duldsamkeit etwas auszuhalten, was man nicht akzeptiert und deshalb auch nicht will. Toleranz bedeutet, fremde Meinungen, Überzeugungen oder Lebensweisen bewusst zu akzeptieren und zu respektieren, selbst wenn man sie persönlich ablehnt oder für falsch hält. Duldsamkeit beschreibt die Fähigkeit oder den Zwang, etwas Unangenehmes oder Widerstrebendes passiv hinzunehmen. Im Gegensatz zur Toleranz findet hier kein respektvoller Austausch statt, sondern man fügt sich in eine Situation, weil man sie nicht ändern kann – oder vielmehr glaubt, sie nicht ändern zu können. Bei übermäßiger D werden keine Grenzen dem anderen gegenüber gesetzt. Es kommt zu einem Zerfließen der personalen Grenzen und damit zum Gefühl der Wehrlosigkeit und des Ausgeliefertseins. D kann auch dort weiter bestehen, wo Toleranz an ihre Grenzen kommt, wenn Angst, Schwäche und Mutlosigkeit überwiegen.
Duldsamkeit ist das Gegenteil von Gleichgültigkeit, weil man innerlich deutlich engagiert ist. Man spürt eine Diskrepanz und Abwehr gegen das Verhalten und die Meinung eines anderen. D setzt eine oft starke innere Beteiligung und Abwehr voraus. Man nimmt deutlich wahr, dass etwas stört oder widerspricht, fühlt sich aber verpflichtet, dies auszuhalten. Duldsamkeit ist engagiertes Aushalten, nicht Desinteresse. Sie kann für den Betroffenen auf die Dauer zu hohem Stress und starken inneren Reaktionen führen. Dazu gehören chronischer Ärger, Resignation und im Extrem auch Verbitterung.
Duldsamkeit bedeutet nicht zwingend Unterwerfung. Und wenn, dann nur eine vordergründige Unterwerfung. Oft geht es um Abwarten und Ertragen. Duldsamkeit bewahrt die innere Freiheit und lässt eigene Überzeugungen bestehen. Das Ertragen der Diskrepanz zwischen innerer Ablehnung und äußerem Schweigen steigert jedoch das Stresserleben und kann auf Dauer zum Auslöser psychischer Probleme werden.
Duldsamkeit als Fähigkeit
Aus psychologischer Sicht ist Duldsamkeit eng verbunden mit Frustrationstoleranz, Emotionsregulation und Ambiguitätstoleranz, der Fähigkeit, Widersprüche aushalten zu können. Das alles gilt aber nur für leichte Formen der Duldsamkeit, solange diese nicht in selbstquälerisches Verhalten umschlägt. Prinzipiell kann eine duldsame Person gut Spannung aushalten und unterschiedliche Perspektiven nebeneinander bestehen lassen. Sie muss auch nicht sofort auf Widerspruch reagieren oder bewerten. Eine gewisse Duldsamkeit ist damit durchaus eine Form von emotionaler Reife, bei der Impulsivität unterdrückt werden kann.
Zum ambivalenten Gesicht von Duldsamkeit gehören divergierende Gefühle und Reaktionen. In sozialen Zusammenhängen bedeutet Duldsamkeit, die Fähigkeit aufzuweisen, Konflikte nicht sofort eskalieren zu lassen und Unterschiede auszuhalten. Dies ermöglicht ein Zusammenleben trotz Differenzen, wenn alle Seiten ein gewisses Maß an Duldsamkeit mitbringen. Problematisch wird es, wenn nur eine Seite duldsam ist, die andere jedoch impulsiv und unduldsam. Dann wird nur einer Seite ein Opfer abverlangt, der anderen aber nicht. Gesellschaftlich ist Duldsamkeit eine zentrale Voraussetzung für Pluralität, gelingende Demokratie und generell friedliches Zusammenleben. Wenn etwa eine radikale religiöse Gruppierung unduldsam gegenüber Andersdenkenden ist, erzeugt dies auf Dauer tiefgreifende gesellschaftliche Spannungen bis hin zu psychischen Problemen bei der Mehrheit und Gewalt bei der Minderheit.
Konfliktregulation
Duldsamkeit wirkt als Puffer in Konflikten. Sie erlaubt Verzögerung von Reaktionen auf Provokationen und Stress, Deeskalation und differenziertere Wahrnehmung der Interaktion. Hilft Duldsamkeit in Konflitken? Was bedeutet es überhaupt, duldsam zu sein?
Ohne Duldsamkeit steigt die Wahrscheinlichkeit für Polarisierung, Eskalation und Abwertung des Gegenübers. Auch gesellschaftlich sind unduldsame Verhaltensweisen die Basis schwerwiegender, oft gewalttätiger Konflikte. Deshalb kann Duldsamkeit als wichtige gewaltpräventive Kompetenz eingeschätzt werden. Wichtig ist die Kompromissbereitschaft beider oder aller Interaktionspartner, damit es zu ausgeglichenen und balancierten Beziehungen kommt. Ist dies nicht der Fall, drohen einseitige Machtverhältnisse, Ausbeuterbeziehungen und Missbrauch der Duldsamkeit einzelner.
Ein besonders schwerwiegendes Problem besteht darin, dass Duldsamkeit sich selbst untergraben kann. Wenn alles geduldet wird, kann Intoleranz der Handelnden mehr und mehr Raum greifen. Dieses Spannungsfeld wurde von Karl Popper als „Paradoxon der Toleranz“ beschrieben. Es geht um die Intoleranz der Intoleranten im Gegensatz zur überdehnten Toleranz der Toleranten. Dieses Phänomen gilt für übermäßige Toleranz genauso wie für grenzenlose Duldsamkeit.
Die Grenzen der Duldsamkeit
Aufgrund dieses Missbrauchspotentials von Duldsamkeit in Beziehungen ist es wichtig, deren Grenzen zu erkennen. Diese Grenzen zu setzen, gehört auch zu einem gelingenden Leben. Das dauerhafte Ertragen des Unerträglichen ist ein falsches Ertragen. Dies geschieht oft aus Angst vor eskalierenden Konflikten. Für alle Menschen, die eine gewisse Duldsamkeit an den Tag legen können, gilt es daher, die Grenzen darin zu erkennen und sich nicht in ihrer Duldsamkeit ausnutzen zu lassen.
Duldsamkeit darf nicht dazu führen, dass Unrecht ertragen oder gutgeheißen wird, Gewalt - vor allem gegen sich selbst ertragen wird - und dass die eigenen Werte vergessen oder gar aufgegeben werden. Zu der Gewalt zählen physische und vor allem psychische Gewalt. Das Erdulden von Drohungen, Anfeindungen, Demütigungen, Herabsetzungen und anderer Ausdrucksformen psychisch-emotionaler Gewalt sollte nicht geschehen. Eine Person, die sich dauerhaft duldsam verhält, weil sie Angst vor Kontaktabbruch, Gewalt oder sonstigen Formen des Beziehungsungleichgewichts hat, sollte sich fragen, wo ihre Grenzen real verlaufen und wo sie aus Sicht ihres Selbstrespekts und ihrer mentalen Gesundheit sein sollten.
Im Hintergrund kann ein Problemsyndrom im Sinne des „people pleasing“ (Bin ich ein „People Pleaser“? – Symptome und Lösungen (Männerrat #19)), eines massiven Selbstwertdefizits oder personenbezogener Ängste stehen. Gegenüber radikalen Eiferern, sei es aus politischen oder religiösen Gründen, ist Duldsamkeit hochproblematisch, wenn sie zu viel und zu lange – und vor allem aus unreflektierter Angst – stattfindet.
Dysfunktionale Duldsamkeit
Problematisch wird Duldsamkeit, wenn sie als defensiver Bewältigungsmechanismus (Maladaptives Coping) eingesetzt wird. Hier sind folgende Formen zu unterscheiden:
- Erlernte Hilflosigkeit: Chronische Duldsamkeit verstärkt oder erzeugt geringe internale Kontrollüberzeugung. Das Individuum duldet Missstände, selbst wenn Flucht- oder Veränderungsoptionen objektiv verfügbar wären, weil es keinen Erfolg seiner Anstrengungen erwartet. Die äußeren Umstände oder andere Personen sind mächtiger. Diese Misserfolgserwartung ist ein Hauptprädiktor für depressive Episoden.
- Kognitive Dissonanz und Selbsttäuschung: Um das Ertragen einer chronisch aversiven Situation vor sich selbst zu rechtfertigen, werden relevante Ereignisse kognitiv verzerrt ("Es ist gar nicht so schlimm"). Dies blockiert notwendige Verhaltensanpassungen und Grenzsetzungen.
- Das Toleranz-Paradoxon: Wer das Intolerante in extremer und dauerhafter Ausformung duldet, wird zum passiven Erdulder, zeigt dauerhaftes, falsches Ertragen und verliert so letztlich die eigene Würde, Selbstbestimmung und Autonomie. Folgen können Selbstwertverlust, Resignation und Ängste sein.
Ambivalenz der Duldsamkeit
Duldsamkeit ist nicht per se positiv oder negativ. Sie kann im Negativbereich kippen in Gleichgültigkeit, Vermeidung und Konfliktscheue. Duldsamkeit führt dann zu Duldung von Unrecht, vor allem sich selbst gegenüber, und mangelnde Grenzsetzung Provokateuren und Antisozialen gegenüber. Die Herausforderung besteht darin, zwischen berechtigter Duldsamkeit und notwendiger Abgrenzung und Abwehr zu unterscheiden.
Männer und Duldsamkeit
Männer und Frauen sind von dem Leiden an zu viel Duldsamkeit betroffen. Traditionell waren mehr Frauen als Männer betroffen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Und heutzutage leiden immer mehr Männer an selbstquälerischer Duldsamkeit.
Insbesondere Männer, die zu übermäßiger Anpassung, Ängstlichkeit, Konformismus und Selbstaufopferung erzogen wurden, zeigen Probleme mit übermäßiger Duldsamkeit. Dies kann im gesellschaftlich-politischen Bereich passieren. Dann geht es um Manipulation durch Politik und Medien, Selbstverschleißung für Nation und Arbeitgeber und Ausbeutung durch übermäßige Steuern sowie ungerechte Gesetzgebung und Rechtspraxis, insbesondere im Bereich des Familien- und Kindschaftsrechts.
Männer, die zu viel erdulden, fühlen sich oft wehrlos und wertlos. Typische Merkmale sind chronische Konfliktvermeidung, übermäßige Anpassung, hohe Ängstlichkeit und fehlende Grenzsetzungen gegenüber anderen. Diese Männer halten immer wieder zu viel aus, können ihre Bedürfnisse und Gefühle nicht artikulieren und geraten langfristig in Überforderung und Hyperstress. Sie zeigen übermäßige Duldsamkeit als Form der Selbstverleugnung und unreifer Spannungsregulation.
Männer und übermäßige Duldsamkeit in Partnerbeziehungen
In modernen Partnerbeziehungen sind es oft die Männer, die sich zu viel gefallen lassen und übermäßig duldsam sind. Oft aus Angst vor Fehlern oder Angst vor der Partnerin (Männer und Angst – Ursachen und Hilfen (Männerrat #30)). Viele Männer weisen eine starke Angst vor ihrer Frau oder Frauen ganz allgemein auf (Die Angst der Männer vor Frauen), oft ohne dies zu erkennen. Duldsamkeit kann dann als Versuch verstanden werden, der Partnerin alles recht zu machen und ihre so gefallen zu wollen (Bin ich ein „People Pleaser“? – Symptome und Lösungen (Männerrat #19)). Eine Haltung übermäßiger Duldsamkeit kann auch ein Zeichen übersteigerter Dependenz sein (vgl. Übermäßig dependente Männer – den Frauen alles recht machen wollen (Männerrat #42)).
Letzten Endes erreicht der Mann damit das Gegenteil. Die Partnerin verliert den letzten Rest an Respekt vor ihm. Das führt nicht weiter. Er sollte lernen, sich mehr und mehr entlang seiner Bedürfnisse und Gefühle zu artikulieren und entsprechend zu verhalten. Wer sich bis zu einem gewissen Grad duldsam verhält, kann dies auch von seinem Gegenüber erwarten.
Bin ich zu duldsam? - Weiterführende Hinweise und Tipps bei Problemen mit Duldsamkeit
1. Duldsamkeit ist eine Fähigkeit und Kompetenz, wenn sie Grenzen und Barrieren aufweist. Wie ist es bei Dir? Reflektiere Deine Fähigkeiten und Grenzen in Bezug auf Duldsamkeit.
2. Übermäßige Duldsamkeit kann durch über starke innere Ängste begründet sein. Akzeptiere diese zunächst und betrachte ihre Wurzeln und Ursachen! Erst dann suche nach Wegen zur Veränderung.
3. Wenn übermäßige Duldsamkeit sich in klare Grenzen und einen Austausch von Geben und Nehmen verwandelt, können Beziehungen gelingen und für alle eine Bereicherung sein. Wenn dies mit einem Gegenüber nicht gelingt, denke über die Beendigung der für Dich nachteiligen Beziehung nach!
4. Wenn Du ein Zuviel an Duldsamkeit bei Dir erlebst, mache Dir Deine Grenzen klar, stelle Dich Deinen Ängsten und entwickle Deinen Mut für mehr Selbstachtung und Selbstfürsorge!
5. Wenn Du ein Zuwenig an Duldsamkeit bei Dir erlebst, lerne, Deine Impulse besser und früher zu kontrollieren! Es geht um die bessere Regulation von Wut, Zorn und Aggression (vgl. „Ich werde immer so schnell wütend“ – Impulsivität und wie damit umgehen (Männerrat #11)). Dabei können Meditation, Gelassenheit und Achtsamkeit helfen.
Für alle Probleme mit Duldsamkeit gilt, dass Hilfe von außen (verlässliche Freunde, ein Psychotherapeut) unterstützend und hilfreich sein können.
