UA-176845053-2 „Male gender blindness“ und Misandrie: Ablehnung des Männlichen

Februar 11

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„Male gender blindness“, Misandrie und Gamma-Fehler – die unbewusste Ablehnung des Männlichen als Ursache von Stress und Selbstverachtung

Wenn Männern gar nicht auffällt, dass in Medien oder politischen Botschaften Spott und Verachtung für sie wegen ihres Geschlechts geäußert wird, ist dieser Effekt „male gender blindness“. Sie sind unachtsam für die Verunglimpfung ihres eigenen Geschlechts, ignorieren dies oder unterstützen es im schlimmsten Fall sogar noch. Männer haben oft keine Sensibilität für Misandrie im Alltag, vor allem in den Medien, speziell der Werbung, aber auch im Bildungssystem, der Politik und in persönlichen Beziehungen. Alleine schon der Begriff der Misandrie ist kaum bekannt.

Es handelt sich dabei um eine Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, der Verachtung und Hass auf Männer. Dieser ist inzwischen mitten in der Gesellschaft angekommen und salonfähig geworden. Männer selbst spüren es allzu häufig gar nicht, wenn sie als Mann oder wegen ihres Mannseins beleidigt, verunglimpft oder benachteiligt werden.

Wie die kanadischen Forscher von der McGill-University Paul Nathan und Katherine Young schon vor Jahren aufgezeigt haben, ist Misandrie seit den 1970-er Jahren nach und nach in die westlichen Gesellschaften eingesickert. Während Misogynie, die Verachtung und der Hass auf Frauen, zu Recht immer wieder offengelegt und kritisiert wird und nur noch bei rechtsextremen Gruppierungen massenhaft zu finden ist, hat Misandrie über die letzten Jahrzehnte den Weg mitten in unsere Gesellschaft gefunden.

Misandrie ist Alltagskultur im Westen geworden 

Offenbar haben viele Männer die misandrischen Botschaften aus der Alltagskultur, zu der vor allem Medien und Bildungsbereich gehören, so verinnerlicht, dass sie ihnen als solche gar nicht mehr auffallen. Sie haben eine hohe Ich-Dystonie mit dem eigenen Geschlecht (Unwohlsein als Mann) entwickelt, was sich darin zeigt, dass sie sich als unzulänglich, negativ und nicht stimmig empfinden.

Dabei sind die Kränkungen und Verletzungen, die Männer im Alltagsleben erhalten, nicht gering. Nathan & Young (2006b) sprechen von einer misandrischen Alltagskultur, die sich vor allem in den Medien (Werbung, Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, aber auch soziale Netzwerke) abbildet, aber auch von diesen ausgeht. Männer werden als böse, gewalttätig oder tollpatschig dargestellt. Diese Entwicklung hat schleichend vor vielen Jahrzehnten eingesetzt.

Männer schämen sich ihrer Männlichkeit – ist dies ein Weg zu besserer Identität?

Für viele Männer gehört es heutzutage zum Normalen, zurückzustehen, nachzugeben oder einfach nur nett zu sein. Der seit den 1980-er Jahren immer häufiger anzutreffende „Mr. Nice Guy ist als neuer Sozialisationstyp des innerlich ängstlichen, mit sich selbst im Unreinen befindlichen Mannes bekannt geworden. Zentrales Motiv beim Mr. Nice Guy – Syndrom ist der unbedingte Zwang, von akzeptiert und geliebt werden zu wollen. Meistens bezieht sich dies auf Frauen. 

Alles Jungenhafte an ihm, was auf Männlichkeit hindeutete, wurde ihm schon von frühester Kindheit an aberzogen oder unterdrückt. Er hat gelernt, dass er nicht okay ist, weil er das falsche Geschlecht hat und sich deshalb soweit wie möglich anpassen sollte. Biographisch ist oft kein Vater vorhanden, vor allem im Kontext elterlicher Trennung und durch elterliches Entfremdungssyndrom (Eltern-Kind-Entfremdung EKE). Die Entfremdung vom getrennt lebenden Elternteil wird subtil oder offen betrieben und schädigt Kinder in vielen Fällen nachhaltig, so dass sie oft selbst nicht oder nicht ausreichend beziehungsfähig werden (siehe auch „Männer als Väter“).

Im Hintergrund entwickelt sich bei vielen Männern eine Scham für ihr eigenes Mannsein, was sie in Stresssituationen mit depressiven oder aggressiven Gefühlen beantworten. Dies kann kein Weg zu einer gelingenden Identität als Mann sein. Dennoch wird in medialen und pädagogischen Kreisen dieses, letztlich toxische Bild alles Männlichen propagiert (siehe auch „Stimmung machen gegen Männer als Geschäftsmodell – toxische Männlichkeit und die gesellschaftliche Realität“). Leider lässt sich damit sogar noch Geld verdienen. Die Misandrie ist auch längst publizistisches und pädagogisches Geschäftsmodell geworden. 

Verzerrungen der Realität sind die Basis der gesellschaftlichen Misandrie

Die Realität zu erfassen, ist für die Wahrnehmung sehr schwierig und letzten Endes nie vollständig möglich. In Bezug auf die Geschlechterbeziehungen ist Wahrnehmung besonders fehleranfällig, weil sich kein Mensch außerhalb seines eigenen Geschlechts stellen kann. Insofern sind aller zwischen- und eigengeschlechtlichen Wahrnehmungen immer von der eigenen Geschlechtssozialisation eingefärbt und damit beeinträchtigt. Dementsprechend kann in der Wahrnehmung geschlechtlicher Besonderheiten und Rollenmuster immer davon ausgegangen werden, dass Wahrnehmungsfehler und -verzerrungen auftreten. Entwickelt sich eine negative Haltung zu einem Geschlecht in einer Gesellschaft stark, so ist dies ein Zeichen für eine geschlechterbezogene Abwertung und Diskriminierung. Die schon beschriebene Tendenz zur Misandrie in den westlichen Gesellschaften ist ein deutliches Symptom für eine solche gesellschaftliche Fehlentwicklung bzw. ein gesellschaftliches Ungleichgewicht.

Alpha-, Beta- und Gamma-Fehler in der Wahrnehmung von Geschlechtsunterschieden 

In der psychologischen Forschung zu Geschlechtsmerkmalen und -besonderheiten wird zwischen Alpha-, Beta- und Gamma-Fehler als Wahrnehmungs- und Bewertungsfehlern unterschieden (vgl. Louise Liddon & John A. Barry, 2021). Unter Alpha-Fehler ist die Tendenz, Geschlechtsunterschiede zu übertreiben zu verstehen. Beta-Fehler ist dementsprechend die Tendenz, vorhandene Geschlechtsunterschiede zu übersehen oder unzulässigerweise zu verkleinern. In der Gegenwartskultur werden beide Fehler häufig begangen, teilweise von denselben Autoren oder Aktivisten. Dies schafft zusätzliche Genderkonfusion.

So werden die Geschlechtsunterschiede oft überzeichnet, wenn es darum geht, Männer als toxisch und Frauen als gutherzig erscheinen zu lassen. Eine Kombination und damit Übersteigerung von Alpha- und Beta-Fehler stellt der Gamma-Fehler dar. Der Gamma-Fehler ist die Kombination von Alpha- und Beta-Fehler zu Lasten eines Geschlechts. Einerseits werden Geschlechtsunterschiede übertrieben. Dies kann sich z.B. auf die Rolle der Opferschaft und Täterschaft beziehen. Typischerweise werden heutzutage Männer häufiger als Gewalttäter angesehen, als es ihrer realen Zahl entspricht und Frauen umgekehrt. Bei der Opferschaft herrscht das inverse Verhältnis, dass der Frauenanteil an der realen Zahl überschätzt und der Männeranteil unterschätzt wird (Seager & Barry, 2019).

Diese Wahrnehmungsfehler hängen mit impliziten Urteilen zu den Geschlechtern, die in Medien, Bildungssystem und Gesellschaft ganz allgemein unhinterfragt vermittelt werden. Liddon & Barry (2021) analysieren sozialkulturelle Prozesse anhand des Gamma-Fehlers und kommen zu dem Schluss, dass sich anhand der Faktoren Täterschaft vs. Opferschaft und Privilegierung vs. Würdigung zahlreiche Fehlwahrnehmungen erkennen lassen. Die Autoren bezeichnen dies als Geschlechtsverzerrungsmatrix („gender distortion matrix“).

Die Geschlechtsverzerrungsmatrix lässt Männer systematisch schlecht aussehen 

Bei der Frage von Täterschaft wird der Faktor „Mannsein“ bei weitem statistisch und inhaltlich überschätzt. Dies betrifft sowohl physische und noch mehr psychische Täterschaft, z.B. im Bereich häuslicher Gewalt. Vor allem psychische Täterschaft in Form von Demütigen, Entwürdigen, Bloßstellen und verbalen Verletzungen wird unrichtigerweise zu häufig Männern und zu selten Frauen zugeschrieben. Männer wird generalisierend als toxisch und böse etikettiert, während der Anteil von Frauen unterschätzt wird oder diese vorschnell exkulpiert werden.  

Bei der Bewertung von Opferschaft werden Männer oft nicht gesehen oder als Opfer gewürdigt. Dies trifft wiederum auf Fälle häuslicher Gewalt zu. Auch die Tatsache, dass die Mehrzahl aller Opfer von Gewalthandlungen in der Gesellschaft Männer sind, ist kaum öffentlich bekannt. Wenn Männer Opfer werden, erfolgt oft vorschnell eine Schuldzuweisung („selbst schuld“) oder es herrscht ein Mangel an Mitgefühl vor („gender empathy gap“). Andererseits werden Frauen öfter als Opfer angesehen, als es ihrer realen Zahl entspricht, was für eine Rollengeneralisierung und generalisierte Exkulpierung spricht. 

Auch bei Privilegien und Würdigungen dasselbe Muster – Geschlechtsverzerrungsmatrix zweiter Teil

Wenn Personen erfolgreich sind, wird ihnen diesbezüglich oft eine Ursache des Erfolges aufgrund unverdienter Privilegien zugeschrieben, insofern sie Männer sind. Ihnen wird automatisch eine männertypische Privilegierung unterstellt, von der sie in Form einer unberechtigten Dividende hinsichtlich Karriere und Aufstieg profitiert hätten.

Dieser Zuschreibungsprozess geschieht automatisch im Sinne eine Geschlechtsstereotyps und ohne sachliche Überprüfung der realen Abläufe. Es handelt sich letzten Endes um eine ideologisch geprägte Wahrnehmung. Dadurch werden Kompetenz, Engagement und Leistung von Männern unterschätzt. Dieser Wahrnehmungs- und Zuschreibungsfehler hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und macht Männern gesellschaftliche und soziale Anerkennung für reale Leistungen immer schwieriger. Umgekehrt wird Frauen, die in höheren beruflichen und gesellschaftlichen Positionen sind, weniger Bevorteilung durch Privilegien zugeschrieben. Sie haben im Sinne des Gamma-Fehlers dies durch übermäßige Kompetenz und Anstrengung erreicht, was gerade im Falle von Gleichstellungsmaßnahmen in vielen Fällen inkorrekt ist, aber nicht wahrgenommen oder gar tabuisiert wird. 

Mit der letzten kognitiven Verzerrungstendenz, der fälschlichen Würdigung, ist gemeint, dass Frauen wegen ihres Geschlechts eine Hervorhebung oder Wertschätzung erlangen, die Männern nicht zuteil wird. Dies kann etwa in Form von „Girls` Days“ oder Feiertagen für Frauen geschehen, während der Einsatz und die Leistungen von Männern in der Arbeitswelt - mit Berufsunfällen und tödlichen Unfällen - keine Würdigung erfahren. Es geht hier also darum, dass Handlungen alleine aufgrund des Geschlechts überhöht oder ignoriert bzw. herabgesetzt werden

Wann wurde zuletzt ein Mann als Mann gewürdigt? Erinnern Sie sich noch?

Überhaupt ist es mit der Würdigung und Ehrung von Männern und Frauen so eine Sache. Auch dort herrscht inzwischen ein klarer Gender Gap in den Medien. Frauen werden gewürdigt als erste Frau im Amt oder erste Frau in einer bestimmten Funktion. Das ist aus Sicht des Feminismus nachvollziehbar. Aber wann haben Sie das letzte Mal etwas Positives, Würdigendes über einen Mann als Mann gehört oder gelesen? Vergleichen Sie dieses Ergebnis einmal mit der gleichen Frage in Bezug auf eine Frau? Dass ein Mann mit seinem Mut ein Kind gerettet hat, dass ein Feuerwehrmann eine Familie gerettet hat und eben nicht ein Feuerwehrmitarbeitender, wird neuerdings meistens versteckt.

Die Tendenz ist klar: Wenn es sich um Frauen handelt, wird das Geschlecht betont, bei Männern in Gendersprache versteckt. Dahinter steckt ein unübersehbarer Trend zum Schämen für das eigene, vermeintliche toxische Geschlecht: Gender Shaming (Geschlechtsschameffekt). Dieser Geschlechtsschameffekt ist Teil der Geschlechtsverzerrungsmatrix.

Warum sind die meisten Männer blind für ihre Herabwürdigung?

Das Erstaunliche am Gamma-Fehler ist, dass selbst viele Männer für diesen unsensibel sind, ihn leugnen oder geringschätzen. Rob Whitley (2021), ein kanadischer Männerforscher, spricht in diesem Zusammenhang von „Male Gender Blindness“, der Blindheit von Männern für ihre eigene Geschlechtsrolle, die sich eben kaum mehr in Privilegien, sondern in Herabwürdigung und Verachtung zeigt.

Diese Unempfindsamkeit für die eigenen Rollennachteile durch die Betroffenen kann teilweise auch durch den schon beschriebenen „Gender Empathy Gap“, der mangelnden Empathie für die Lage und die erlittenen Kränkungen und Verletzungen, erklärt werden. Dazu kommt eine Unfähigkeit oder Unwilligkeit, die eigene Lage in Gesellschaft und Beziehungen zu reflektieren.

Die Ignoranz für männerbezogene Probleme und Lebenslagen findet sich auch in der Wissenschaft. Der Begriff „Frauengesundheit“ taucht in den internationalen Forschungspublikationen seit 1970 zehnmal häufiger auf als der Terminus „Männergesundheit“ (Nuzzo, 2020). Es gibt 6 internationale wissenschaftliche Zeitschriften, die sich mit Männergesundheit beschäftigen. Die Zahl bei den auf Frauengesundheit bezogenen Journals beläuft sich auf 62. Diese Diskrepanz kann auch als eine selbst in der Wissenschaft herrschende weitgehende „Male Gender Blindness“ verstanden werden.

Männliche Geschlechtsblindheit lässt sich heilen

Der als „male gender blindness“ (männliche Geschlechtsblindheit) beschriebene, meist latente gesellschaftliche Effekt bezeichnet und trifft eine nicht genau bekannte Zahl von Männern in den modernen westlichen Gesellschaften. Klar ist, dass eher junge Männer stärkere Tendenzen zur male gender blindness aufweisen. Es dürfte bis zu einem Drittel aller Männer ein derartiges selbstbezogenes Wahrnehmungsdefizit aufweisen, eher jüngere, akademische gebildete und politisch links orientierte.

Dabei geht es nicht darum, Frauen und ihre Rolle in Geschichte und Gegenwart herabzusetzen, sondern Wahrnehmungsfehler, die zu Fehleinschätzungen und Herabsetzungen führen, zu erkennen und zu korrigieren. Insofern ist die Reduktion des Gamma-Fehlers auch eine Arbeit an der Selbstwerterhaltung und -steigerung für Männer. Es ist naheliegend, dass aus dem jahrzehntelangen Versuch, Gleichberechtigung für Frauen herzustellen, die Gefahr einer Überkompensation resultiert.

Die Gleichstellungspolitik, die von einer Gleichberechtigungspolitik deutlich zu unterscheiden ist, da sie Ergebnis- und nicht Chancengleichheit anstrebt, erzeugt hier viele neuerliche Ungerechtigkeiten, gerade zu Lasten kompetenter Männer und Frauen. Da im Rahmen solcher überregulierender Maßnahmen wie der Gleichstellungspolitik keine prozentuale Grenzen für das Erreichen einer Gleichstellung vorgegeben werden, führen diese Maßnahmen langfristig zu einer Überkompensation und damit zu einer überproportionalen Repräsentanz der ehemals benachteiligten Gruppe.

Die Zahl der Frauen unter den Bundestagsabgeordneten in der Fraktion der Grünen beläuft sich seit 2021 auf 60%. Das alles ohne Grenze nach oben! Je stärker die gesellschaftliche Tendenz in Richtung Geschlechterungerechtigkeit wird, desto eher werden die betroffenen Männer dies erkennen und reflektieren. Übertriebene und ungerechte Gleichstellungsmaßnahmen zählen zu solchen Tendenzen. Aus männlicher Geschlechtsblindheit wird notgedrungenermaßen männliche Geschlechtssensibilität werden. Die gute Botschaft in der schlechten lautet also: Männliche Geschlechtsblindheit lässt sich heilen!

Wege aus der „male gender blindness“ und dem Gamma-Fehler

Wie können Männer aus der ungünstigen und letztlich selbstzerstörerischen Falle der Geschlechtsblindheit gepaart mit dem Gamma-Fehler entkommen, ohne in die alte Rolle des rein dogmatischen und dominanten Mannes zu verfallen? Dies geht einerseits durch die Förderung der Empathie für das eigene Geschlechts, die Selbstreflektion der geschlechtsbedingten Vor- und mehr noch Nachteile und die Einübung neuer Verhaltens- und Rollenmuster. Diese sollten den Mann auch in seiner Sensibilität gegenüber ungerechten Abwertungen und Verallgemeinerungen stärken. Misandrie darf gesellschaftlich genauso wenig wie Misogynie geduldet werden. Beides sind Ausdrucksformen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und deshalb abzulehnen. 

Männern wird die Abwehr von Misandrie – zusammen mit wirklich emanzipierten und humanistischen Frauen – nur gelingen, wenn sie genügend Selbstwert und Autonomie entwickeln und genauso mutig auftreten wie Feministinnen früherer Tage. Ihre Geschlechtsidentität sollten sie klären und stärken, einfach damit sie wissen, wer und wie sie sind. Eine diffuse Geschlechtsrollenidentität wird Männer letztlich hindern, sich für sie selbst einzusetzen.

Auch wenn es flexible Geschlechtsrollen gibt, gruppieren sich diese letzten Endes immer um das heteronormative, auch biologisch determinierte Modell des Männlichen und des Weiblichen. Dabei sollten Männer klassisch männliche Anteile (Stärke, Mut, Beschützerrolle, Gerechtigkeitssinn, Durchsetzungsfähigkeit) genauso aufweisen und fördern wie andere Anteile (Mitgefühl, Väterlichkeit, Empathie), die in modernen Gesellschaften wichtig sind. Um die gesellschaftliche Fehlentwicklung in Richtung „Misandrie“, die in westlichen Gesellschaften schon vor vielen Jahrzehnten begonnen hat, aufzuhalten, wird es eines langen Atems, vieler Mitstreiter und solidarischer Frauen bedürfen. 

 

 


Tags

Feminismus, Gamma-Fehler, Gender, Gendersprache, Gleichstellungspolitik, Male gender Blindness, Männer, Misandrie, Psychische Gesundheit, Selbstverachtung, Stress, toxische Männlichkeit


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    1. Ich denke, das geht langfristig nur über Bewusstseinsbildung (schwierig und langwierig) und über Leidensdruck (eher). Leidensdruck über die vielen Probleme nach Trennung/Scheidung (Kinder, Finanzen) und über die zunehmenden Karriereprobleme hochqualifizierter Männer aufgrund der Frauenquote und deren kommende Überkompensation.

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